30 Fragen an den Hochzeitsfotografen

Es gibt viele Fragen, die Euch ein guter Hochzeitsfotograf beantworten können sollte. Hier habe ich die wichtigsten Fragen und meine Antworten zusammengestellt. Dies ersetzt kein persönliches Gespräch, klärt aber vielleicht die eine oder andere Frage, die Euch selbst gar nicht eingefallen wäre. Weitere Infos und auch meine Preise findet Ihr auf der Info-Seite.

1.  Duzen wir uns bereits?

Ja, und das sollten wir auch, denn…

…ich bin zwar derjenige auf Eurer Hochzeit, den Ihr wahrscheinlich am kürzesten kennt, der Euch aber an diesem Tag am längsten begleitet und am nächsten ist. Ich werde Euch lachen, weinen und schwitzen sehen, verlegen und glücklich, gerührt und verliebt. Und genau deshalb darf am Tag Eurer Hochzeit kein „Sie“ zwischen uns stehen, ich bin wie ein guter Freund. Und den duzt man am besten. Also fangen wir besser gleich damit an. Hallo, ich bin Mike und Ihr seid..?

2.  Wie viele Hochzeiten hast Du schon begleitet?

Über 100. Große und kleine. Deutsche und internationale. In Berlin, in Deutschland, in Europa und außerhalb. Im Standesamt, in der Kirche, in der Moschee, auf einem Schiff, freie Trauungen, griechisch-orthodoxe Trauungen, gleichgeschlechtliche Trauungen, Taufhochzeiten. Bei Sonne, Regen und auch mal Schnee. Und trotzdem ist jede Hochzeit für mich einzigartig!

3.  Was ist Dein Stil als Fotograf?

Am wichtigsten ist es mir, echte Emotionen festzuhalten, nicht „nur“ schöne Fotos zu machen. Das geht schlecht, wenn ich jedes Bild selbst inszeniere und Regieanweisungen gebe. Natürlich mache ich genau das bei den Gruppenbildern und auch bei den Hochzeitsportraits gebe ich gern Anregungen, aber sonst halte ich mich zurück, suche und finde meine Motive. Dabei nutze ich intuitiv kreative und technische Möglichkeiten, die ich mir über Jahre angeeignet habe. Ich integriere mich in die Hochzeitsgesellschaft, bin jederzeit ansprechbar und rede mit dem Brautpaar und den Gästen, aber ich vermeide es, aktiv einzugreifen. Euch sind beim Ringtausch die Hochzeitsringe runtergefallen? Jemand wird sie bestimmt aufheben – ich werde Fotos machen, die für immer an diesen Moment erinnern. Dafür bin ich doch dabei, oder?

Ich achte auf die kleinen Details, lustige Begebenheiten am Rande, Eure Gäste, deren und Eure Kleider, die Deko und die Atmosphäre des Ganzen. Oft höre ich von meinen Brautpaaren: „Toll, das hatten wir ja gar nicht bemerkt“.

4.  Woher wissen wir, dass unsere Fotos genau so toll werden wie auf Deiner Website?

Ich kopiere keine Fotos, weder meine eigenen noch fremde. Aber ich weiß, was ich kann und ich will jedes Mal noch bessere Bilder machen. Und damit Ihr mir wirklich vertrauen könnt, biete ich allen Paaren ein persönliches Treffen und ein kostenloses Kennenlernshooting an. Hier machen wir ein paar Fotos zusammen und merken so, ob wir zueinander passen. Und falls Euch die Bilder wider Erwarten nicht gefallen, müsst Ihr natürlich nichts bezahlen. Aber gerade weil Euch die Fotos gefallen werden, könnt Ihr mir am Hochzeitstag blind vertrauen – Ihr wisst dann ja bereits, dass ich tolle Fotos mit Euch machen werde.

5.  Arbeitest Du allein oder mit Assistenten?

Bei den meisten Hochzeiten brauche ich keinen Assistenten und arbeite allein, dafür trage ich immer zwei Kameras und mehrere Objektive. So ist klar, wer „der“ Fotograf ist. 🙂 Aber auch der beste Fotograf kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein, deshalb empfehle ich häufig bei größeren Hochzeiten (+60 Gäste), mich mit einer erfahrenen Kollegin oder einem Kollegen zu buchen. Einen Assistenten, der meine Tasche trägt oder ein Glas Cola bringt, wenn ich mit den Fingern schnippe, brauche ich nicht, bei Hochzeiten mit besonders herausfordernden Lichtverhältnissen kann ein Lichtassistent allerdings Gold wert sein. Für mich ist wichtig, auf Augenhöhe zu bleiben, deshalb arbeite ich nur mit professionellen Kollegen als eingespieltes Team – Praktikanten sind daher ausgeschlossen.

6. Warum bietest Du lieber Ganztagsreportagen an als Kurzbegleitungen?

Zuerst richte ich mich nach Euren Wünschen und wenn Ihr standesamtlich im kleinen Kreis heiratet, will ich Euch nicht einreden, es müsse unbedingt eine Reportage von früh bis spät sein. Aber ganz ehrlich: Wenn Euch nicht nur das Heiraten selbst, sondern auch der Hochzeitstag wichtig ist, reichen ein paar schnelle Fotos nicht. Ich habe aber auch schon einige kleine Trauungen fotografiert und dann, teilweise Jahre später, das große Hochzeitsfest des Paars.

Alle Emotionen von Aufregung, Freude, Rührung, Erschöpfung und Glück haben an diesem Tag ihren Ort und ihre Zeit. Und nur mit einer Ganztagsreportage lässt sich diese Geschichte authentisch erzählen. Das beginnt schon beim Schminken und Ankleiden, zieht sich über das Standesamt/die Trauung bis zum Empfang und schließt mit dem Ende der Feier. Gestellte Gruppen- oder Paarfotos können das nicht transportieren, auch wenn sie ein Teil der Hochzeit sind. Ich möchte Eure persönliche Geschichte mit meinen Bildern erzählen und nicht austauschbare Paarfotos machen. Deswegen bin ich an Eurem großen Tag am liebsten Euer Schatten, bin da, wenn die Sonne aufgeht und gehe, wenn die Hochzeitstorte gegessen, der letzte Tanz getanzt und Ihr völlig fertig, aber glücklich seid.

7. Bist Du Profi?

Ja. Ich habe an der Filmakademie Kamera und Regie studiert, jahrelang international als Photo Manager gearbeitet, habe über 100 Länder beruflich mit meiner Kamera besucht – Hochzeiten fotografieren ist nicht nur meine Leidenschaft, sondern mein Hauptberuf. Das sind Argumente für ein „Ja“. Aber: Nein, ich bin kein Profi, wenn man damit jemanden meint, der bei der Hochzeit einfach eine Motivliste abarbeitet. Für mich ist jede Hochzeit einzigartig und keine Routine. Und manchmal fotografiere ich auch unverheiratete Menschen (z.B. Kinder und Familien) und ab und zu mache ich auch Videoproduktionen – übrigens auch Hochzeitsvideos, die ich als Team mit einer ganz wunderbaren Kollegin anbiete.

8.  Wann passen wir zu Dir und du zu uns?

Das merken wir bei einem persönlichen Treffen. Einen wunderschönen Hochzeitsstrauß kann auch eine unsympathische Floristin binden, da sie sonst mit Euch nichts zu tun hat – aber wirklich gute, emotionale Fotos kann nur ein Fotograf machen, der nicht auf Distanz bleibt, vor dem Euch nichts unangenehm ist, dem Ihr vertraut. Das ist sehr wichtig. Es passiert selten, aber wenn ich meine, dass ein Paar wirklich nicht zu mir passt, dann sage ich das ehrlich. Am Tag Eurer Hochzeit achtet Ihr bei allem Stress darauf, das Wichtigste nicht zu vergessen: Euch und Eure Liebe.

9. Wir sind aber furchtbar unfotogen und mögen es überhaupt nicht, fotografiert zu werden!

Ganz ehrlich: Das sagen nicht wenige meiner Paare im Vorgespräch. Ich sage Euch: Brautpaare sind immer schön, da Brautpaare sich lieben und die Liebe in jedem Menschen die Schönheit hervortreten lässt. Entscheidend ist, dass Ihr glücklich miteinander seid, Euch entspannt und mir vertraut. Mein Verständnis ist insbesondere bei den Paarfotos: Ihr seid für Euch da, Ihr müsst nicht mit der Kamera flirten, sondern miteinander. Redet, lacht, träumt und küsst Euch. Da ich Filmregie studiert habe, gebe ich bei Bedarf gern ein paar Regieanweisungen und Anregungen, Ihr werdet Euch also nie von mir alleingelassen fühlen. Ihr dürft alles machen, was Ihr wollt, es gibt keine Regeln, an die Ihr Euch halten müsst, die Kamera könnt und sollt Ihr dabei vergessen. Meine Aufgabe ist es, Euch in genau diese Stimmung zu bringen.

10. Wie viele Bilder bekommen wir denn am Ende?

Für mich kommt Qualität vor Quantität. Ich biete aber auch Hochzeitsvideos an, da sind es 25 Bilder pro Sekunde…

Wie viele Fotos Ihr tatsächlich bekommt, hängt von mehreren Dingen ab: Was ist geplant an dem Tag? Gibt es eine Location oder mehrere? Wie viele Gäste habt Ihr eingeladen? Wie ist das Wetter? Wie viel Zeit haben wir für die Paarfotos und wie lange bin ich überhaupt dabei?

Ich nehme von einem ganzen Hochzeitstag meist gut über 1.000 Bilder mit nach Hause. Daraus wähle ich die besten aus. Die Geschichte Eures Hochzeitstages und Eurer Liebe sollte man in etwa 300-400 Fotos (und einen Teil davon zusätzlich in schwarzweiß) erzählen können. Oft bekommt Ihr trotzdem mehr, weil ich denke, besser Ihr löscht einige Bilder, als ich.

11. Wie lange warten wir auf die Bilder?

Auch das hängt von mehreren Faktoren ab, aber meist habt Ihr Eure Fotos nach etwa 20 Tagen, in der Regel nach vier Wochen zur Hochzeitssaison. Aber: Bereits zwei Tage nach der Hochzeit bekommt Ihr einen kleinen Vorgeschmack von ca. 10-15 Bildern. So könnt Ihr beruhigt in die Flitterwochen fahren und bereits ein paar Bilder Freunden und Familie zeigen. Auf Wunsch erstelle ich für Euch auch eine Onlinegalerie oder lade die Bilder bei facebook hoch.

12. Wie bearbeitest Du die Bilder, machst Du auch Retuschen?

Ich bearbeite jedes Bild einzeln und stimme alle Bilder aufeinander ab. Dazu gehört nach der Vorauswahl der Bildschnitt, Farbbalance, Kontraste, Helligkeit und viele andere Parameter. Ich entscheide auch, ob und welche Bilder in Schwarzweiß besser wirken, diese werden extra bearbeitet und nicht nur entfärbt. Ihr bekommt also von einigen Fotos zwei Versionen, einmal in Farbe und einmal in Schwarzweiß. Das ist wichtig zu sagen, da die meisten meiner Kollegen selbst entscheiden, welche Variante besser ist. Bei den Hochzeitsportraits und den wichtigsten Fotos (also z.B. Großaufnahmen vom Gesicht) mache ich gegebenenfalls auch dezente Retuschen. Meine Verständnis von Hochzeitsfotografie ist, das gute Fotos bereits mit der Kamera gemacht werden und Bildbearbeitung die Fotos optimieren, nicht „retten“ soll. Hautunreinheiten sind vergänglich und dürfen deshalb retuschiert werden – anders als dauerhafte Merkmale wie z.B. Sommersprossen oder Lachfalten. Meine Nachbearbeitung soll subtil die Schönheit hervorheben, dabei aber unauffällig bleiben, keinesfalls künstlich wirken.

13. In welcher Form bekommen wir unsere Bilder?

Ihr bekommt die Bilder in höchster Auflösung als JPG-Dateien ohne Wasserzeichen auf einem USB-Stick und zusätzlich eine Onlinegalerie. Zu jeder Hochzeit ab acht Stunden gehört ein hochwertiges Fotobuch als Geschenk von mir, sollte ich kürzer dabei sein, bekommt Ihr eine Auswahl der Bilder gedruckt vom Fotolabor meines Vertrauens. Die von mir gelieferten Bilddateien haben eine Auflösung von ca. 20 Millionen Pixeln. Das reicht für wandgroße Prints aus.

14. Was für eine Ausrüstung hast Du denn?

Eine ganz tolle, ehrlich. Und irgendwie kommt immer wieder etwas Neues hinzu. Eine Krankheit, die viele Fotografen haben…

Neustes Familienmitglied seit 2015: Mein analoger Liebling, eine Pentacon Six TL. Das ist eine legendäre Mittelformatkamera (also kein 35mm Film, sondern der ca. 4 x größere 120er Rollfilm, der eine entsprechend höhere Auflösung bietet) aus den 70er Jahren. Sie macht quadratische Bilder, was ganz besonders ist, z.B. für Hochzeitsportraits. Zwei Canon 5D Mark III, eine Canon 7D und dazu folgende Objektive: Sigma 10-20mm f4-5.6 HSM DC, Canon EF 24-70mm f/2.8 L IS USM II, Sigma ART 35mm f/1.4, Canon EF 70-200mm f/2.8 L IS USM. Dann noch mehrere analoge Objektive, 4 Canon 580 EX II Speedlites und Yongnuo 568 EX II + weiteres Zubehör wie Batteriegriffe, Akkus, Speicherkarten, Funkauslöser, Diffusoren, Stative und Schokolade gegen Stress.

Gesamtgewicht: Über 15kg. Ächz.

15.   Welche Rechte haben wir und Du an den Bildern?

Mit Begleichung der Rechnung bekommt Ihr alle privaten Nutzungsrechte an den Bildern. Ihr könnte sie drucken, ins Internet stellen, an Eure Freunde weitergeben oder sonstwie verarbeiten. Lediglich eine kommerzielle Verwendung ist untersagt, bzw. nur nach vorheriger Genehmigung durch mich möglich (Beispiel: Ein Brautmodengeschäft möchte Eure Fotos zu Werbezwecken verwenden). Hier greift mein Urheberrecht: Bei einer kommerziellen Nutzung muss ich zustimmen, habe Anspruch auf die Nennung meiner Urheberschaft und kann ein Honorar verlangen.

Wie finden Brautpaare den Weg zu mir? Meistens über meine Fotos. Deshalb ist es wichtig für mich, einige Bilder für meine Werbung im Netz oder auch gedruckt verwenden zu können. Diese Auswahl stimme ich immer mit Euch ab, und veröffentliche kein Bild ohne Eure Zustimmung. Lediglich wenn wir gar keine gemeinsame Auswahl treffen können, behalte ich mir das Recht vor, diese selbst vorzunehmen. Solltet Ihr grundsätzlich keine Veröffentlichung wünschen, respektiere ich das natürlich, erlaube mir dann aber, einen Aufschlag von 20% auf mein normales Honorar zu berechnen. Bitte sagt mir das dann ausdrücklich im Vorgespräch.

16. Bietest Du auch Abzüge oder Fotobücher an?

Ein hochwertiges Fotobuch gehört eigentlich immer zu meinem Angebot, außer ich bin nur kurz dabei oder Ihr wollt (warum auch immer) ausdrücklich darauf verzichten. Dann gibt’s aber auch eine Auswahl der Fotos professionell gedruckt. Ihr könnt mich natürlich auch nach der Hochzeit danach fragen.

17. Was passiert, wenn es regnet/hagelt/stürmt/Meteoritenschauer die Welt untergehen lassen?

Dann wird Eure Hochzeit noch einmaliger, als sie schon ist. Natürlich werde ich Euch dann nicht stundenlang draußen fotografieren, aber ein großer weißer Regenschirm (den bringe ich dann mit, keine Sorge) – stört unsere Fotos nicht, im Gegenteil. Auch können wir tolle Fotos drinnen machen und Ihr könnt Euch unterstellen, ich kann schon ein paar Tropfen vertragen. Und da Ihr wahrscheinlich drinnen feiern werdet, machen Wind und Wetter draußen eh keinen Unterschied, es wird sogar noch schöner.

18.   Was passiert, wenn Du krank wirst oder wir die Hochzeit absagen/verschieben müssen?

Ich war bisher noch nie krank bei einer Hochzeit, aber man soll niemals nie sagen. Im schlimmsten Fall müsste ich Euch absagen. Da ich ein großes Netzwerk aus erfahrenen Kolleginnen und Kollegen habe, bin ich mir sicher, auch sehr kurzfristig einen guten Ersatz für Euch zu finden und würde auch alles tun, damit Ihr nicht ohne einen Fotografen dasteht. Gegen höhere Gewalt bin natürlich auch ich machtlos. Eure Anzahlung erhieltet Ihr in diesem Fall selbstverständlich zurück.

Höhere Gewalt kann jeden treffen. Deshalb habe ich Verständnis, wenn eine Hochzeit aus einem entsprechenden Grund verschoben werden muss und berechne nichts extra, wenn die Hochzeit an einem anderen Tag stattfindet und ich sie wie vereinbart fotografiere. Bei „weltlichen“ Gründen für eine Absage gilt Folgendes:

Mindestens sechs Monate bis zum geplanten Hochzeitstag: Ihr erhaltet die Anzahlung (25% der vereinbarten Gesamtsumme) komplett zurück.

Mindestens drei Monate bis zum geplanten Hochzeitstag: Anzahlung + 25% der vereinbarten Gesamtsumme gelten als Ausfallhonorar, ich erstatte sie Euch aber, falls ich eine andere gleich- oder höherwertige Buchung für den Tag bekommen sollte.

19.   Was passiert, wenn Deine Kamera während der Trauung kaputtgeht?

Ist mir auch noch nie passiert, aber natürlich habe ich immer Ersatz dabei. Ich arbeite grundsätzlich mit doppeltem Equipment: Jedes wichtige Teil ist mindestens zweimal vorhanden: Kameras, Objektive, Blitze etc., so dass ich bei Ausfall immer gewappnet bin. Das macht eigentlich jeder professionelle Fotograf, der Hochzeiten ernst nimmt und daher weiß, dass es kein zweites Mal für die Fotos gibt.

20.   Wieviel Zeit sollten wir für die Paarfotos einplanen und wann passt es am besten?

Am besten passt es… Trommelwirbel…  gar nicht am Hochzeitstag. Ein paar Tage später habt ihr mehr Ruhe und mehr Zeit und wir können die besten Orte und die beste Zeit aussuchen und sind voll entspannt. Aber das macht (leider) fast niemand. Am zweitbesten passt es vor der Trauung. Ihr seid frisch frisiert, faltenfrei gekleidet, es gibt noch keine grelle Mittagssonne und Eure Gäste müssen nicht auf Euch warten. Falls Ihr Euch getrennt vorbereitet, arrangieren wir ein erstes Zusammentreffen (First Look auf Neudeutsch), bei dem Ihr Euch gegenseitig bewundern könnt und viel mehr Zeit füreinander habt als in der Kirche/Standesamt. Zusätzlich hole ich Euch gerne am Abend noch einmal kurz nach draußen, um ein paar Bilder in der untergehenden Sonne zu machen.

Als Zeit sollte man mindestens 1-1,5 Stunden für die Hochzeitsportraits einplanen, wenn wir an einer Location bleiben und nicht zu einem anderen Ort laufen oder fahren wollen. Tolle Fotos entstehen nicht unter Zeitdruck, sondern durch Ruhe, die Möglichkeit, zu plaudern und dabei auch entspannen zu können.

Aber natürlich sind das nur Empfehlungen, ich richte mich zuerst nach Eurer Tagesplanung. Wie, wo und wann es am besten passt, besprechen wir alles in unserem Vorgespräch.

21.   Wie läuft ein Kennenlernshooting ab und warum ist es empfehlenswert?

Bei dem Kennenlernshooting (auch als engagement shoot oder Paarfotos bekannt) lernen wir uns etwas kennen und ich zeige Euch, wie tolle, ungestellte Fotos ohne steife Posen entstehen. Das ist „in zivil” einfacher als in Brautkleid und Anzug. Wir treffen uns, reden und trinken vielleicht ein bisschen – und dann machen wir eine kleine Fototour von 1-2 Stunden. Abhängig von Euren Wünschen und dem Wetter nutzen wir die Kulisse Eurer Hochzeit oder einen anderen Ort für entspannte Fotos. Ihr lernt mich und meine Art zu fotografieren kennen und könnt natürlich auch eigene Ideen einbringen. Abgesehen davon, dass Ihr so gute Fotos von Euch bekommt, ist es auch eine „vertrauensbildende Maßnahme“ und hilft Euch und mir, am Hochzeitstag zusammen tolle Bilder zu machen. Die Fotos vom Kennenlernshooting könnt Ihr natürlich für Einladungen oder alle andern Zwecke nutzen.

22.   Kannst Du uns Tipps für die Planung unserer Hochzeit geben?

Ja, gerne. Erfahrungsgemäß sind viele Paare unsicher, wie sie den Tag am besten planen sollen, verschätzen sich mit den Zeiten oder freuen sich einfach über den einen oder anderen Tipp. Dabei denke ich als Fotograf natürlich zuerst an die optimale Nutzung der Zeit, Licht und Bildhintergründe. Mit meiner Erfahrung kann ich aber vielleicht auch etwas Hilfreiches zu anderen Themen beisteuern, Euch Locations oder Dienstleister empfehlen und bei deren Auswahl beraten. Aber eine (kleine) schwarze Liste habe ich auch mittlerweile…

23.   Warum sollte nicht einer unserer Gäste fotografieren?

Natürlich, Onkel Horst hat doch auch so eine große Kamera…

Aber im entscheidenden Moment ist er gerade auf Toilette, steht am Buffet oder findet keinen Fokus beim Anstecken der Hochzeitsringe. Das wäre doch schade, oder?

Ich mache den ganzen Tag nichts anderes, als nach den besten Bildern zu suchen. Ihr sollt feiern, mit Freunden und Familie glücklich sein und Euren großen Tag zusammen genießen. Aus diesem Grund fotografiere ich auch grundsätzlich nicht die Hochzeiten von meinen Freunden oder Familie. Entweder Gast oder Fotograf, etwas dazwischen gibt es nicht.

Außerdem weiß ein erfahrener Hochzeitsfotograf, wann sich wo welche Situation und daraus welches Motiv ergeben wird. Er spürt diese Augenblicke und steht dann nicht irgendwo in der Nähe, sondern an der richtigen Stelle, wenn sie passieren. Er sieht Dinge und Momente voraus, weil er sie schon viele Male genau so gesehen hat. Er ahnt, wann sich die Braut umdreht, das kleine Kind bei der Rede gähnt oder der Vater seine Tränen nicht zurückhalten kann. Das kann kein Gast, auch wenn er oder sie sonst ein toller Fotograf ist.

Drittens hat ein Hochzeitsfotograf höchstwahrscheinlich das bessere Equipment. Das allein macht keine besseren Bilder, aber es ermöglicht Fotos, wo andere an ihre Grenzen kommen: Hochempfindliche Kamerasensoren und lichtstarke Objektive machen Fotos in dunklen Räumen möglich, ohne störendes Blitzlicht zu nutzen.

Und letztlich habe ich mehr Erfahrung und weiß, wie man sich in Kirchen unauffällig bewegt und trotzdem tolle Bilder macht. Kurz: Ich bin meistens fast unsichtbar und dennoch immer zur Stelle, wo etwas passiert.

24. Warum sollen wir Dir und nicht einem anderen Hochzeitsfotografen vertrauen?

Ganz ehrlich: Beeindruckende Fotos auf der Website und schöne Worte allein würden mich nicht überzeugen, wenn ich mich für einen Hochzeitsfotografen entscheiden müsste. Deshalb biete ich Euch nicht nur ein persönliches Treffen, sondern auch ein unverbindliches Kennenlernshooting an. Danach seid Ihr sicher, ob ich der richtige Fotograf für Euch bin. Und bisher hat sich danach wirklich jedes Paar für mich entschieden. Ganz ehrlich.

25. Warum kostest Du das, was Du kostest?

Weil ich es wert bin. Weil Eure Erinnerungen es Euch wert sind. Das ist die kurze Antwort. Die etwas längere:

Ihr „kauft“ bei mir nicht meine Arbeitszeit, sondern mein Können, das ich in vielen Jahren mit viel Einsatz entwickelt habe. Mein Stil unterscheidet mich von anderen Fotografen. Das Ergebnis: Ihr bekommt wirklich tolle Bilder, die Euch für alle Zeiten an Eure Hochzeit erinnern werden. Und die Fotos sind nicht fertig, wenn ich nachhause fahre, dann beginnt die eigentliche Arbeit erst – das Be-Arbeiten.

26. Wir finden Dich und Deine Bilder toll, aber unser Budget reicht leider nicht.

Wir könnten z.B. das Fotobuch weglassen. Oder die Kennenlernfotos, wenn Ihr wirklich darauf verzichten wollt. Zwischen November und März und unter der Woche biete ich auch kürzere Begleitungen an. Aber eins solltet Ihr nicht vergessen: Die Hochzeit dauert einen Tag, die Fotos bleiben für immer. In fünf Jahren erinnert sich wohl niemand an den Schnitt vom Hochzeitskleid, wie viele Etagen die Torte hatte oder ob es mehr Kartoffeln oder Lachs am Buffet gab  – aber die Fotos bleiben und halten die Erinnerungen lebendig. Deshalb würde ich zuletzt beim Fotografen sparen.

27. Was hast Du bei unserer Hochzeit an?

Eine anständige Hose, ein hochzeitstaugliches Hemd, eventuell noch ein legeres Jacket. Kein Frack, keine Fotografenweste mit aufgesticktem Logo, keine Flip-Flops (außer, Ihr heiratet am Strand). Hochzeitsfotografie ist Sport. Eine Kamera mit allem Drum und Dran wiegt um die fünf Kilo. Und meistens habe ich zwei Kameras. Das den ganzen Tag zu tragen und damit zu arbeiten ist schon etwas anstrengend. Spätestens, wenn ich auf einen Baum klettere, um Euch von oben zu fotografieren, werdet Ihr verstehen…

28.   Müssen wir für Dich ein Essen und einen Platz am Tisch einplanen?

Nein. Müsst Ihr nicht, aber es wäre nett. Vor allem im Sommer ist es viel wichtiger, genug zu trinken. Während Ihr und Eure Gäste das Essen geniessen, halte ich die Kamera stets bereit, mache aber normalerweise keine Fotos von kauenden Menschen. Stattdessen nutze ich die Zeit, um Eure Ringe und andere Details zu fotografieren und meine Kameras und Blitze für den Hochzeitstanz und den späteren Abend perfekt einzustellen. Über ein gutes Essen freue ich mich natürlich – das gilt erfahrungsgemäß ebenso für den DJ und/oder die Band.

29.   Was, wenn uns Deine Fotos am Ende nicht gefallen?

Oha. Das wäre furchtbar – für Euch, aber auch für mich. Aber um ehrlich zu sein: Noch nie passiert und eigentlich unmöglich. Dann hätten wir alle im Vorfeld etwas falsch machen müssen. Vorgespräch und Kennenlernshooting sollen genau das ausschließen. Aber falls doch: Solange die Bilder technisch einwandfrei sind, habe ich meine Leistung erbracht und Ihr seid zahlungspflichtig, denn über Geschmack lässt sich bei einer künstlerischen Leistung nicht streiten. Bisher ist dieser Fall aber noch nie eingetreten und ich werde alles dafür tun, damit das auch so bleibt.

30.   OK, und jetzt?

Wenn Euch meine Fotos gefallen und Ihr tatsächlich alles bis hierhin gelesen habt, meldet Euch! Am besten über das Kontaktformular, ich antworte meist innerhalb weniger Stunden, aber Ihr könnt mich auch anrufen (0160 626 72 00) oder mir eine E-Mail schicken.

Ein Tipp: An Freitagen und Samstagen zur Hochzeitssaison bin ich oft mehrere Monate, manchmal über ein Jahr vorher gebucht, unter der Woche und im Herbst und Winter bin ich oft auch kurzfristig verfügbar.

Wichtig ist, dass Ihr mir bei einer Anfrage das Datum und den Ort nennt. Wenn ich noch zu haben bin, vereinbaren wir ein Treffen zum Kennenlernen. Bei Euch, bei mir oder irgendwo in einem Café oder Bar, alternativ telefonisch oder per Skype. Wir besprechen alle wichtigen Fragen, ich bringe ein Fotobuch von mir mit und wenn Ihr wollt, machen wir auch im Anschluss ein paar Fotos oder vereinbaren einen Termin. Danach mache ich Euch anhand der genaueren Infos ein Festpreisangebot, setze unseren Hochzeitsvertrag auf und reserviere dieses Datum für Euch. Das Angebot nehmt Ihr durch Bestätigung und eine Anzahlung von 25% an, dann ist Euer Termin fest gebucht. Wenn es Neuigkeiten in Eurer Planung gibt, die ich wissen sollte, haltet Ihr mich auf dem Laufenden, ansonsten telefonieren wir eine Woche vor Eurer Hochzeit und sehen uns dann an Eurem großen Tag. Also los, es gibt nichts Gutes, außer man tut es!